Vollkommene (Seelen-)Verschmelzung

Es ist 23.00 Uhr. Anstatt ins Bett zu gehen, schalte ich den Rechner ein, um endlich mal wieder meine vergangenen Gedanken hier niederzulegen. Ich habe nicht vor, viel zu schreiben.

Wie immer lese ich mir meinen letzten Artikel (vom 13. Sept. 2015) noch einmal durch, bevor ich beginne zu schreiben. Ein Viertel Jahr her. Das Interessante daran ist, dass ich so meine eigene Reise wie ein Zuschauer beobachten kann. Drei Monate sind genug Abstand, um schon wieder ein wenig über mich selbst zu schmunzeln.

Was wollte ich heute schreiben?

An diesen Satz aus meinen letzten Artikel will ich anknüpfen:

„Sie drückten meinen seit Jahren sehnlichsten Wunsch aus.“ (Verschmelzung mit meinem Seelenpartner)

MEINEN Wunsch! Es waren meine Gedanken, meine Vorstellung oder Bilder einer Verschmelzung. Nicht seine! Und natürlich war mir klar, dass eine Seelenverschmelzung für uns beide gleichermaßen ….. nicht in Worte zu fassen ist. Wie oft geht es einem Menschen so, dass er mit seinen Wünschen oder mit seiner Hilfe glaubt bzw. glaubt zu wissen, ja logischerweise überzeugt ist, dass diese für den anderen nur gut sein kann, ja muss, selbst wenn der andere davon noch nichts weiß. Wie eine Mutter, die meint zu wissen, was gut für ihr kleines Kind ist und leidet, wenn ihr Kind (in den Augen der Mutter) leidvolle Erfahrungen macht.  Was will ich sagen?

Mir ist klar geworden, dass jegliche Wünsche aus dem Ego kommen, aus dem kleinen ich. Was da seit Jahren rumschreit, war das kleine ich, nicht meine Seele!. Dieses kleine ich – egal in welchem Körper es steckt – hat deshalb Wünsche – egal welche – weil es das Wahre ICH, die Seele nicht erkennt.

Urplötzlich wurde mir dies bewusst.

Seit drei Monaten laufe ich nun mit dieser neuen Klarheit herum und bin damit still geblieben. Denn in den letzten Monaten ist sooo viel Neues ein-gefallen, dass ich dachte, warte jetzt einfach mal ab.

Es ist in meinem Gewahrsein. Der Wunsch nach Verschmelzung, wie er bisher war, hat sich verändert. Es bedarf keine Erfüllung des Wunsches mehr, UM mich oder uns, unser Leben DANN als absolut erfüllt und vollkommen zu fühlen. Das war mein bisherige Grund für diesen Wunsch.

Allein diese Erkenntnis entlastet mich und meinem Mann und Zentnerschwere Lasten. Es braucht keine Wünsche mehr. Oder genauer gesagt, ich bin dabei zu erkennen, dass mein kleines ich (das Ego) eine Teilprojektion meines eigentlichen ICH´s ist.

 

Und damit komme ich zum nächsten Thema, das darauf aufbaut.

Wie erkenne ich mein vollkommenes erfülltes ICH?

Im letzten Artikel schrieb ich noch:

„Mein Ich, mein Geist, mein Körper ist nicht Marionette der Seele. Für mein körperliches und geistiges Wohlbefinden bin ich ganz allein verantwortlich.  …  Ich brauche mir um die Seelen keine Gedanken zu machen, sondern nur um das Menschliche in mir.“

……………………………………

Die oberen Zeilen schrieb ich im Dezember – als unfertigen Entwurf….

Heute am 16. April 2016 versuche ich, hier einen Abschluss zum Thema „Seelenverschmelzung“ zu finden, denn es IST abgeschlossen. „Versuche“ deshalb, weil es für mich kaum in Worte zu fassen ist. Deshalb war ich so lange still. Und – nein, es ist nicht meine Absicht, hier aufzuschreiben, WIE es zur „Seelenverschmelzung“ kam. Denn es ist völlig anders, als ich es zumindest immer dachte, wie es sein müsse 😉

Aber ich versuche eine Zusammenfassung für den Leser hier zu lassen. Sozusagen als…, hm ja als was… sieh selbst, was es für dich bringt, falls du auch auf der Suche nach der „Seelenverschmelzung“ bist.

  1. Der unstillbare Wunsch nach Seelenverschmelzung trieb mich auf den Weg zur Erfüllung. Vor genau 9 Jahren lernte ich meinen Seelenpartner kennen – am 14.04.2007 (für Numerologieinteressierte).
  2. Ich war mir sicher, WENN dies geschieht, erst dann fühlt sich das Leben vollkommen er-FÜLLT an. Ohne genau zu wissen, WIE es geschehen wird, aber ich glaubte eine Ahnung zu haben, wie ES sich anfühlt.
  3. Nach ewigen „Selbsterfahrungs-Trips“ begriff ich, dass alles nur ein Spiel des Egos ist. Nicht die Seele sehnt sich nach Verschmelzung. Sie kann auch nicht sterben, sie braucht absolut nichts, denn sie ist Alles und vollkommen. Und weil das kleine ich, das Ego-gesteuerte Wesen dieses ALLES und VOLLKOMMENE nicht fühlen kann, glaubt es, mit etwas Anderem – dem „Seelenpartner“ wie auch immer – verschmelzen zu müssen, um sich dann vollkommen zu fühlen, um dann vollkommen und vollkommen glücklich zu SEIN.
  4. Was ist die Seele. Sie ist mein vollkommenes ICH. Mein kleines ich stellte ich in den Dienst meiner Seele. Ich glaube nicht, das Ego verbannen oder gar töten zu müssen, damit die Seele …. Für die Seele muss ich gar nichts tun. Ich brauche nur zu ERKENNEN, wer welche Rolle mit welcher Macht bzw. Absicht spielt. Auf dem Spielfeld befinden sich „ich – die Suchende bzw. die Beobachterin und schließlich die Erkennende“, „ich – das kleine Ego, das die Suchende antreibt“, und „ICH – die Seele, das Göttliche, Vollkommene All-Eins…, das seelenruhig und Liebe-voll, mit absoluter vertrauter Gewissheit dem Spiel zuschaut“
  5. Die „Verschmelzung“ geschah, nachdem ich fähig war zu ENTSCHEIDEN – ich kann nicht beschreiben, wie – den Wunsch nach ihr LOSZULASSEN. Vor dieser Entscheidung wusste ich nicht, DASS das die LÖSUNG (vom Ego) war. Dies geschah vor sechs Wochen abends. Am nächsten Morgen, gleich als ich aufwachte, war ich in einem Meer vollkommener LIEBE. Ich fühlte, es ist alles schon da, alles vollkommen, ohne jeden Wunsch, tiefster Friede, Glückseligkeit, zu Hause… Wie soll ich es beschreiben?
  6. Ich war in, bei? meiner Seele? Meine Seele war in, bei mir? Alle Worte sind nicht richtig.

Ich bin HEIL und glücklich angekommen.

Bleib einfach auf deinem Weg. Deine Seele führt dich zu ihr. Vertraue. Das ist das Wichtigste.

Namasté

 

 

 

 

 

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Kurzmitteilung

Die Befreiung der Seele und Entdeckung meiner Bestimmung

Die Befreiung der Seele

Die Befreiung der Seele

Dies ist der Abschluss meines 1. Bandes. Ich feiere sozusagen Erntedankfest.

Seit gut neun Monaten suchte ich nach meiner Bestimmung bzw. versuchte, mich der Bestimmung hinzugeben, um sie zu empfangen. Gleichzeitig kämpfte ich regelrecht seit Jahren in meiner Seelenpartnerschaft um Verschmelzung.

Der Kampf ist beendet, die Bestimmung wurde empfangen. Beide Ereignisse sind zwei verschiedene Schuhe. Doch beides ereignete sich am gestrigen Tag, den 12. September 2015 (für Numerologie-Interessierte :-).

Da dieser Artikel also gleich zwei Themen miteinander verbindet, wird er doppelt so lang:

Ich beginne mit dem Morgen des 11. Septembers. Früh um fünf scheuchte mich folgender Gedanke aus dem Bett:

Welche Arbeit entspricht deinem WESEN?“

Wenn ich mir das Leben, die Handlungen, ja die Arbeiten der Tiere, Vögel, Insekten anschaue, folgen diese ihrer natürlichen Bestimmung. Genau so haben wir Menschen unsere natürliche Bestimmung. Ich habe in einem schamanischen Buch gelesen, dass selbst unser Körperbau unsere Bestimmung verrät. Und es muss stimmen. Denn schau ich mir die Anatomie der jeweiligen Lebewesen an, dessen Arbeit in der Natur ich beobachte, sehe ich, dass diese total aufeinander abgestimmt sind.

Mein Wesen ist Liebe ARITE

Meine Arbeit, meine Gaben sollen der Freude, ja der Glückseligkeit dienen. Ich kenne zurzeit nur ein Unternehmen, dessen Gründerin dasselbe Ziel verfolgt. Es befindet sich in München. Noch am 11. September bewarb ich mich nach München – 770 km von zu Hause entfernt. Diese Entscheidung war vielleicht der Auslöser für das, was dann folgte.

Ich staunte fast über mich selbst, über meinen Mut. Obwohl es in meinem Bauch grummelte, fühlte ich, es ist richtig. Ich war sehr dankbar, stolz und froh, dass ich es wagte,

meiner inneren Stimme wirklich zu folgen.

Ich lerne immer mehr, sie wahrzunehmen und ihr zu vertrauen. Ich empfinde es als pures Geschenk.

Gestern präsentierte mir facebook den Blogartikel von Ute Strohbusch „Seelenpartner – Was bedeutet für die Frau wirklich „loszulassen“. Peng, da war es wieder! Meine Beziehung ist also nicht so, wie ich sie sehe oder wie ich über sie denke. Nein, sie ist so, WEIL ICH über sie bzw. meinen Partner SO denke. Ich soll einfach alles vergessen, was ich denke und neu denken. Ute schreibt:

Wenn die Frau loslässt in dem Glauben, dass der Seelenpartner zu schwach ist, zu langsam, es nicht schafft, sie nicht einholt, hinter ihr zurück ist in seiner Entwicklung, dann lässt sie nicht los, sondern sie WENDET SICH NUR AB. Sie bleibt im Vatermuster: Männer sind schwach, unzuverlässig, können nicht lieben usw stecken! Sie geht zwar ihren Weg weiter, ist vielleicht nun auf eigenen Füßen, beruflich, finanziell, emotional usw… Aber sie fühlt sich immer noch als die Unerreichbare!… und bleibt somit unerreicht (von Männern).
Loslassen bedeutet also in diesem Zusammenhang nicht, endlich (was an sich schon lange genug dauert!) die Aufmerksamkeit von dem Mann zu lösen und sich sich selbst zuzuwenden… sondern: Sich von den VORSTELLUNGEN über ihn, über seinen Charakter, über das scheinbar Sichtbare zu lösen!!! Du musst DEIN BILD von ihm in dir erlösen! Du musst das, was du angeblich über ihn weißt, vergessen! Es geht nicht darum, sich abzuwenden, „weil er es sowieso nicht schafft“. Sondern um deine Sichtweise!

Wie soll das gehen? Mein Verstand darauf: Aha, der Baum ist also gar nicht grün. Das denk ich nur. Ich denk ihn mir jetzt in blau… oder wie? Ihre Worte beschäftigten mich.

Die (Er-) Lösung erfolgte ganz unerwartet am selben Abend. Was ist passiert?

Gleich 2 ent-scheidende Ereignisse!

  1. Das erste gab mir am Nachmittag einen weiteren Hinweis auf die Frage „Welche Arbeit entspricht meinem Wesen“
  2. Der zweite Vorfall am Abend beantwortet die Frage, „Wie soll das gehen?“

Zum 1.

Mein lieber Mann, mein Seelenpartner, hat ein weises, großes und hilfsbereites Herz. Er ist der beste Freund, den man sich wünschen kann. Er mischt sich nie ein. Wenn man ihn bittet, dann tut er was er kann. Er investiert Zeit und Energie, um Strategien, Antworten, Lösungswege zu finden. Leider nur für andere anstatt auch für sich selbst. Deshalb sagte ich zu ihm, ich würde mir sehr wünschen, dass er die Zeit und Energie, die er für andere investiert, mal für sich selbst nutzt. Er wusste genau, was ich meinte, denn wir hatten am Vorabend darüber gesprochen.

Ich bekam keine Antwort. Er hatte gerade die Zutaten für das Mittagessen zubereitet. Sein Schweigen ist mir vertraut. Ich musste mich im Laufe der Jahre daran gewöhnen, lange, ja sehr lange auf eine Antwort, irgendeine Reaktion, ein Zeichen zu warten. Meine Worte klangen nicht nach einem Vorwurf, denn das waren sie nicht. Sie drückten meinen seit Jahren sehnlichsten Wunsch aus. Und dann immer noch Schweigen. Es blieb beim Schweigen. In mir fing es an zu brodeln, ja zu kochen. Es hatte jetzt keinen Zweck, noch irgend etwas zu sagen oder noch länger zu warten. Ich packte mein Buch und eine Wasserflasche in meine Tasche und wusste, ich muss jetzt weg! Irgendwohin. Mein erster Gedanke: „An den Uni-See nach Bremen!“ Kaum saß ich im Auto, fielen mir andere Ziele ein. Gott sei Dank ermahnte ich mich,

meinem ersten Gedanken zu folgen.

Dort am See begegnete ich eine sehr schöne, ältere Frau, die viel jünger aussah, als sie sein musste. Ich saß am See und las in meinem Buch und sie kam, um im See zu baden. Neben mir auf der Bank war Platz und sie fragte „Ach kann ich zu Ihnen kommen?“ Natürlich, gern. Nachdem sie wieder aus dem Wasser kam und sich angekleidet hatte, kamen wir ins Gespräch.

Sie erzählte mir, dass sie gerade Flüchtlingskindern deutsch beibringe. Sie war ihr Leben lang von Herzen Lehrerin. Ihre Arbeit bereitete ihr immer Freude. Sie hatte ein offenes Herz und Ohren für die Kinder. Sie achtete darauf, sich nicht zu verausgaben und arbeitete deshalb halbtags. Doch jedem Tag bot sie für die Kinder und deren Eltern nach der Schule Sprechzeiten an. So war sie oft genauso lang beschäftigt, wie ihre Kollegen. Immer wieder wollten Freunde und Kollegen ihr raten, doch Vollzeit zu arbeiten, um mehr Geld zu verdienen. Doch diese Frau arbeitete aus und mit dem Herzen. Wir haben uns so gut verstanden. Sie erzählte weiter, all diese Freunde und Kollegen sind heute tot. Und sie saß neben mir und strahlte wie das blühende Leben.

Dann fragte sie mich, ob ich studieren würde 🙂 Ich erzählte ihr von meiner derzeitigen Situation und meiner Suche nach Sinn und Bestimmung. Die Frau war einfach göttlich. Ich hatte das Gefühl, wir verstehen uns absolut. Als sie mich plötzlich fragte „Was würden sie gerne tun?“, dachte ich nicht an meine gestrige Bewerbung nach München. Ich spürte meine Hände und den tiefen Wunsch, Menschen zu berühren. (Selbst jetzt, wo ich dies schreibe, könnte ich weinen.) Ich sagte:

„Ich möchte Menschen berühren.“

Wir saßen dicht beieinander. Ich sah sie an, nahm ihre Hände in meine und sagte zu ihr: „Ich stelle mir vor, wenn Menschen z.B. krank sind, dass ich einfach ihre Hände halte oder sie berühre, ihnen Trost, Liebe und Aufmerksamkeit schenke.“ Ich kann nicht beschreiben, was passierte, als ich ihre Hände hielt. Ich sagte weiter: „Wissen Sie, der liebe Gott hat mir nicht umsonst solche feinen Hände gegeben. Sie sind da, um Liebe zu schenken.“

Sie: „Ja, das stimmt. Das war so richtig warm und zart. Und sie haben so schöne Hände!“

Sie beschrieb mir, wovon ihre Schwester schwärmte; nämlich von einer Massage, bei der sie sich nicht entkleiden musste und ganz angenehm mit leichten Druck am Körper berührt wurde. Diese Berührungen seien so wohltuend und entspannend, lösend…Während sie mir dies voller Begeisterung erzählte, betastete sie meinen Arm. Ich fühlte genau das. Mir kamen die Tränen und wir umarmten uns.

Ja, das ist es, was ich suchte und worauf ich so lange gewartet habe.

Sie wusste leider nicht, wie diese Massage / Berührung hieß. Doch das, so versicherte sie mir, finde ich im Internet. Nachdem wir uns mit einer weiteren Umarmung verabschiedet hatten, packte ich mein Buch ein, ging zum Auto und fuhr nach Hause.

Schlagartig schien es kühl und bewölkt zu werden. Ich weinte vor Dankbarkeit und Freude über das eben Erlebte. Unglaublich! Was ist passiert? Mein lang gehegter Wunsch war ja nicht neu und auch kein Geheimnis. Ich kann es nicht wirklich beschreiben. Auf jeden Fall habe ich jetzt den Glauben und auch die Gewissheit, meinen Traum endlich in die Tat umzusetzen. Sämtliche Zweifel sind verschwunden. Diese Frau war einfach ein gesandter Engel für mich. Danke!

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zum 2.

Am Abend – mein Mann und ich redeten wieder ganz normal miteinander über unsere Erlebnisse der letzten Stunden, – fragte ich ihn nochmal nach seinen Gedanken hinsichtlich meines Wunsches für ihn, den ich zum Mittag äußerte. Wieder wurde es still. Ich betete: „Liebe Engel, helft ihn. Liebe Engel, helft ihn.“ Seine Antwort kam dann überlegt und langsam: „Ich glaube“, sagte er, das wäre nur eine große Quälerei für mich und würde am Ende nichts ändern.“

Mit diesem festen Glaubenssatz kann sich wirklich nichts ändern, dachte ich. Das musste ich erst mal verdauen. Schließlich entgegnete ich: „So geht s mir auch. Es ist eine große Quälerei und es ändert sich nichts!“ Ich dachte wieder über Ute Strohbusch´s Artikel nach. Ich fühlte mich leer, ratlos, ohnmächtig. Ungefähr eine halbe Stunde später – nach dem Duschen –

war ich aus der Seelenpartnerschaft mit meinem Mann gelöst, erlöst.

Bisher fühlte ich eine ewige magnetische Anziehungskraft zwischen uns. Ich fühlte mich manchmal wie eine Marionette meiner Seele. Unsere Beziehung war von einer Seelenliebe getragen, die jegliche Schwierigkeiten durchstand. Es gab einfach kein Entkommen, kein Weglaufen. „Meine Seele“, so sagte ich noch vorgestern zu meinem Mann, „fühlt sich hier bei dir einfach zu Hause.“ Wie lauteten Utes Worte doch gleich?

Sich von den VORSTELLUNGEN … zu lösen!!! Du musst DEIN BILD von ihm in dir erlösen! Du musst das, was du angeblich über ihn weißt, vergessen! Es geht … um deine Sichtweise!

Dann erinnerte ich mich wieder an meine neu gewonnenen Sichtweisen: Meine Seele ist Glückseligkeit. Sie ist an nichts und niemanden gebunden, nicht einmal an mir. Glückseligkeit ist raum- und zeitlos. Mein Ich, mein Geist, mein Körper ist nicht Marionette der Seele. Für mein körperliches und geistiges Wohlbefinden bin ich ganz allein verantwortlich. Nicht meine Seele! Das hatte ich doch schon nach meiner Seelengeburt im August erkannt, erinnere dich.

Es ist so eine Befreiung, das alles zu verstehen, was offensichtlich für mich nicht von heute auf morgen funktioniert. Das, was ich in den letzten Wochen und Monaten erkannt und erlebt habe, kommt jetzt zusammen. Es bestätigt sich. All diese vielen neuen Erkenntnisse brauchen ihre Zeit, um sich in meinem Kopf zu verankern und zu wachsen.

Noch mal: Ich bin nicht für die Seele da. Nicht für meine und für keine andere. Genau genommen, haben wir gar keine Seele, sondern die Seele hat uns. ICH bin Körper und Geist – das Sterbliche hier auf Erden. Die Seele ist unsterblich und an nichts fest gebunden. An keinen Körper und nicht an die Erde. Ich brauche mir um die Seelen keine Gedanken zu machen, sondern nur um das Menschliche in mir.

Solange ich mir VORSTELLTE, ich wäre mit der Seele untrennbar verbunden – und mein Mann mit seiner und diese beiden Seelen wiederum miteinander – war ich unfrei. Ich habe verstanden,

Ee gibt keine Verbindung mit einer Seele, weil es auch keine Trennung von ihr gibt.

Ich ahne etwas von einer Schöpferkraft in mir – das erste Mal überhaupt. Tiefer Atemzug, ein Schauer…

Es gibt den Begriff „Zwillingsseele“. Genauso fühlte es sich an. Als ob da zwei Seelen im Mutterleib sind. Die eine will an´s Licht und die andere nicht. Die erste muss sich entscheiden, ob sie mit der zweiten sterben möchte oder allein geboren wird.

Der Geburtsvorgang ist nun vollkommen abgeschlossen.

In Liebe, Freude und Lebenslust grüßt euch

Arite