Vollkommene (Seelen-)Verschmelzung

Es ist 23.00 Uhr. Anstatt ins Bett zu gehen, schalte ich den Rechner ein, um endlich mal wieder meine vergangenen Gedanken hier niederzulegen. Ich habe nicht vor, viel zu schreiben.

Wie immer lese ich mir meinen letzten Artikel (vom 13. Sept. 2015) noch einmal durch, bevor ich beginne zu schreiben. Ein Viertel Jahr her. Das Interessante daran ist, dass ich so meine eigene Reise wie ein Zuschauer beobachten kann. Drei Monate sind genug Abstand, um schon wieder ein wenig über mich selbst zu schmunzeln.

Was wollte ich heute schreiben?

An diesen Satz aus meinen letzten Artikel will ich anknüpfen:

„Sie drückten meinen seit Jahren sehnlichsten Wunsch aus.“ (Verschmelzung mit meinem Seelenpartner)

MEINEN Wunsch! Es waren meine Gedanken, meine Vorstellung oder Bilder einer Verschmelzung. Nicht seine! Und natürlich war mir klar, dass eine Seelenverschmelzung für uns beide gleichermaßen ….. nicht in Worte zu fassen ist. Wie oft geht es einem Menschen so, dass er mit seinen Wünschen oder mit seiner Hilfe glaubt bzw. glaubt zu wissen, ja logischerweise überzeugt ist, dass diese für den anderen nur gut sein kann, ja muss, selbst wenn der andere davon noch nichts weiß. Wie eine Mutter, die meint zu wissen, was gut für ihr kleines Kind ist und leidet, wenn ihr Kind (in den Augen der Mutter) leidvolle Erfahrungen macht.  Was will ich sagen?

Mir ist klar geworden, dass jegliche Wünsche aus dem Ego kommen, aus dem kleinen ich. Was da seit Jahren rumschreit, war das kleine ich, nicht meine Seele!. Dieses kleine ich – egal in welchem Körper es steckt – hat deshalb Wünsche – egal welche – weil es das Wahre ICH, die Seele nicht erkennt.

Urplötzlich wurde mir dies bewusst.

Seit drei Monaten laufe ich nun mit dieser neuen Klarheit herum und bin damit still geblieben. Denn in den letzten Monaten ist sooo viel Neues ein-gefallen, dass ich dachte, warte jetzt einfach mal ab.

Es ist in meinem Gewahrsein. Der Wunsch nach Verschmelzung, wie er bisher war, hat sich verändert. Es bedarf keine Erfüllung des Wunsches mehr, UM mich oder uns, unser Leben DANN als absolut erfüllt und vollkommen zu fühlen. Das war mein bisherige Grund für diesen Wunsch.

Allein diese Erkenntnis entlastet mich und meinem Mann und Zentnerschwere Lasten. Es braucht keine Wünsche mehr. Oder genauer gesagt, ich bin dabei zu erkennen, dass mein kleines ich (das Ego) eine Teilprojektion meines eigentlichen ICH´s ist.

 

Und damit komme ich zum nächsten Thema, das darauf aufbaut.

Wie erkenne ich mein vollkommenes erfülltes ICH?

Im letzten Artikel schrieb ich noch:

„Mein Ich, mein Geist, mein Körper ist nicht Marionette der Seele. Für mein körperliches und geistiges Wohlbefinden bin ich ganz allein verantwortlich.  …  Ich brauche mir um die Seelen keine Gedanken zu machen, sondern nur um das Menschliche in mir.“

……………………………………

Die oberen Zeilen schrieb ich im Dezember – als unfertigen Entwurf….

Heute am 16. April 2016 versuche ich, hier einen Abschluss zum Thema „Seelenverschmelzung“ zu finden, denn es IST abgeschlossen. „Versuche“ deshalb, weil es für mich kaum in Worte zu fassen ist. Deshalb war ich so lange still. Und – nein, es ist nicht meine Absicht, hier aufzuschreiben, WIE es zur „Seelenverschmelzung“ kam. Denn es ist völlig anders, als ich es zumindest immer dachte, wie es sein müsse 😉

Aber ich versuche eine Zusammenfassung für den Leser hier zu lassen. Sozusagen als…, hm ja als was… sieh selbst, was es für dich bringt, falls du auch auf der Suche nach der „Seelenverschmelzung“ bist.

  1. Der unstillbare Wunsch nach Seelenverschmelzung trieb mich auf den Weg zur Erfüllung. Vor genau 9 Jahren lernte ich meinen Seelenpartner kennen – am 14.04.2007 (für Numerologieinteressierte).
  2. Ich war mir sicher, WENN dies geschieht, erst dann fühlt sich das Leben vollkommen er-FÜLLT an. Ohne genau zu wissen, WIE es geschehen wird, aber ich glaubte eine Ahnung zu haben, wie ES sich anfühlt.
  3. Nach ewigen „Selbsterfahrungs-Trips“ begriff ich, dass alles nur ein Spiel des Egos ist. Nicht die Seele sehnt sich nach Verschmelzung. Sie kann auch nicht sterben, sie braucht absolut nichts, denn sie ist Alles und vollkommen. Und weil das kleine ich, das Ego-gesteuerte Wesen dieses ALLES und VOLLKOMMENE nicht fühlen kann, glaubt es, mit etwas Anderem – dem „Seelenpartner“ wie auch immer – verschmelzen zu müssen, um sich dann vollkommen zu fühlen, um dann vollkommen und vollkommen glücklich zu SEIN.
  4. Was ist die Seele. Sie ist mein vollkommenes ICH. Mein kleines ich stellte ich in den Dienst meiner Seele. Ich glaube nicht, das Ego verbannen oder gar töten zu müssen, damit die Seele …. Für die Seele muss ich gar nichts tun. Ich brauche nur zu ERKENNEN, wer welche Rolle mit welcher Macht bzw. Absicht spielt. Auf dem Spielfeld befinden sich „ich – die Suchende bzw. die Beobachterin und schließlich die Erkennende“, „ich – das kleine Ego, das die Suchende antreibt“, und „ICH – die Seele, das Göttliche, Vollkommene All-Eins…, das seelenruhig und Liebe-voll, mit absoluter vertrauter Gewissheit dem Spiel zuschaut“
  5. Die „Verschmelzung“ geschah, nachdem ich fähig war zu ENTSCHEIDEN – ich kann nicht beschreiben, wie – den Wunsch nach ihr LOSZULASSEN. Vor dieser Entscheidung wusste ich nicht, DASS das die LÖSUNG (vom Ego) war. Dies geschah vor sechs Wochen abends. Am nächsten Morgen, gleich als ich aufwachte, war ich in einem Meer vollkommener LIEBE. Ich fühlte, es ist alles schon da, alles vollkommen, ohne jeden Wunsch, tiefster Friede, Glückseligkeit, zu Hause… Wie soll ich es beschreiben?
  6. Ich war in, bei? meiner Seele? Meine Seele war in, bei mir? Alle Worte sind nicht richtig.

Ich bin HEIL und glücklich angekommen.

Bleib einfach auf deinem Weg. Deine Seele führt dich zu ihr. Vertraue. Das ist das Wichtigste.

Namasté

 

 

 

 

 

Kurzmitteilung

Das Rollenspiel in der Liebe

Die meisten meiner Beiträge (die vorherigen sind auf lebensfreundin.de zu lesen) schreibe ich recht spontan, sehr intuitiv aus meinem gelebten Gefühl heraus. Bei diesem heutigen Beitrag ist das anders. Ansonsten hätte ich ihn schon am 13. Mai in der Nacht geschrieben.

Ich hatte einen Traum

Aus diesem Traum erwachte um 03:40 Uhr und musste unbedingt aufstehen, um die Erkenntnis daraus festzuhalten. Sie war für mich so wichtig, dass ich es nicht wagte, wieder einzuschlafen und sie am Morgen vielleicht wieder zu vergessen. Dieser Traum bzw. die Erkenntnis daraus war mir einfach zu wichtig, Seit dem stehe ich wieder in einer „neuen Welt“ völlig leeren Welt.

Die Welt der Liebe

Wie sicherlich jeder Mensch glaubte ich einfach zu wissen, ob ich einen Menschen wahrhaftig liebe. Ich spreche von dieser Liebe, die einfach in das Leben kommt, ohne dass man sie gesucht hat. Eine Liebe, die einfach ist – völlig egal, wie die Umstände sind. Dieser Liebe ist es auch egal, ob der andere älter, jünger, kleiner, größer, dicker oder auch verheiratet ist. Die Liebe macht keinen Unterschied. Die Liebe ist unabhängig von irgendwelchen Normen, von unserem Ego, von unserem Verstand, von den Emotionen. Sie ist einfach ein Gefühl, ein „Wissen“, das man den anderen liebt – Punkt. Und von dieser realen Liebe aus meiner Vergangenheit träumte ich. Ich habe inzwischen vergessen, was ich geträumt habe, denn ich notierte mir nur meine Erkenntnis daraus. Ich erwachte in dem Moment, als mir dieser geliebte Mensch im Traum einfach einen anderen Namen geben wollte und ich fast einwilligte. Doch genau in diesem Moment erwachte ich – im wahrsten Sinne des Wortes…

Liebe – spielt keine Rolle

Ich habe in meinem Leben immer Männer angezogen, die nie lange blieben. Einige haben mich verlassen, andere habe ich verlassen. Irgendwann fragte ich mich, ob die Männer mich vielleicht nur „benutzen“. Ja ein schreckliches Wort. Ich könnte auch fragen, ob sie nur mit mir gespielt haben. Der ein oder andere sicher; aber auch ich habe mit ihnen gespielt. Um das Wort „benutzen“ nicht zu wählen, könnte ich sagen, gut, für ein Spiel „braucht“ man den anderen. Auch das klingt nicht angenehmer. Es geht hier auch nicht darum, nach dem richtigen Wort zu suchen, sondern dir die Essenz meiner Erkenntnis mitzuteilen. Dafür sind aber diese Vorinformation notwendig.

Mein Traum handelte nun aber von einem Menschen, den ich glaubte zu lieben. Ich „brauchte“ ihn nicht. Ich wusste, dass diese Affaire irgendwann ein Ende finden wird, denn er war und ist verheiratet. Wie ich oben beschrieben habe, Liebe fragt nicht nach Umständen. Mein Verstand hätte, hätte, hätte….NEIN, ich bin überglücklich, dass ich nicht meinem Verstand, sondern meinem Herzen gefolgt bin. Das ist sowieso unsere wahre Aufgabe, zu lernen, unserem Herzen zu folgen….Gut, ich will nicht abschweifen…

Was riss mich so aus meinem Traum, als er mir einen anderen Namen geben wollte?

Ich erkannte unsere Rollen, die wir beide spielten. Und nicht nur das! Ich erkannte plötzlich

Alle Rollen, die ich (unbewusst) mein ganzes Leben spielte.

Und darum teile ich es dir hier mit. DENN, wenn wir erkennen, wirklich erkennen, welche Rollen wir im Lebensspiel spielen und welche Rollen der andere spielt und dann in uns hineinfühlen, wie es ist, sich zu erlauben, die eigene Rolle abzugeben und dem anderen erlauben, seine Rolle abzugeben, dann kommen wir ganz ganz tief zu uns SELBST.

Ich erkannte plötzlich, dass meine Überzeugung der Liebe gar nicht stimmte. Und damit meine ich nicht nur die Liebe zu diesem besagten Menschen, sondern auch die Liebe zu allen und allem. Warum stimmt sie nicht?

Wenn es schmerzt, ist es keine Liebe

Diese Liebe schmerzte mir sehr und doch wehrte ich mich nicht dagegen. Auch andere Liebesbeziehungen zerbrachen mir oft das Herz. Und die Beziehung zu meiner Mutter  – ganz ohne Liebe – schmerzte mir viele viele Jahre lang. ….. Für mich hingen Liebe und Schmerz immer sehr dicht beieinander. Der Schmerz, wenn eine Liebe zerbrach, war für mich – wohl wie für die meisten Menschen – ganz selbstverständlich. Wie könnte es auch anders sein?

Mein Traum führt mich zur Antwort.

Ich habe diesen Menschen nicht geliebt, ich habe ihn „gebraucht“. Wofür? Um den Mangel auszufüllen, den ich im Schmerz fühlte, ohne ihn definieren zu können. Wenn eine Beziehung zerbricht, leiden wir. Wenn eine Liebe nicht erwidert wird, leiden wir. Oder wenn wir uns einfach nur vorstellen, der Mensch, den wir lieben – oder glauben zu lieben – würde uns verlassen, leiden wir.

Und nun kommen die Rollen ins Spiel.

Der andere spielt die Rolle, meinen Mangel auszufüllen. So lange die „Liebe“ lebt, sind wir uns gar keinem Mangel bewusst. Doch wenn sie zerbricht oder es nur Beziehungsprobleme gibt – und wer hat die nicht? – dann können wir uns fragen, was erwarte ich vom anderen? Welche Rolle soll er (für mich) spielen, damit es mir gut geht? Oder welche Rolle spiele ich?

Ich erkannte nach meinem Traum ganz genau, was mir diese Liebesbeziehung gab, womit sie mich ausfüllte, mich wärmte… Und ich erkannte, welche Rolle ich spielte und was mir meine Rolle gab. Nämlich seine Aufmerksamkeit, seine Wertschätzung ….  nicht seine Liebe…. Doch das wusste ich ja. Für mich war es damals keine Frage, dass ich diesen Menschen liebte. Schon allein deswegen fühlte ich mich sehr „reif“, einem Menschen meine Liebe aus tiefstem Herzen zu schenken. Und solch eine Liebe erwartet keine Liebe zurück.

Nun heute sehe ich alles viel klarer.

Diese Erkenntnis ist für mich von unschätzbarem Wert.

In meinem letzten Blog im April schrieb ich von meinem sehnlichsten Wunsch, mit meinem Mann zu verschmelzen. Jeder Wunsch ist ein Zeichen von Mangel. Ich erwarte also, dass mein Mann eine bestimmte Rolle spielt, die uns endlich im selben Universum tanzen lässt. Was soll es mir geben? Eigentlich doch nur ein Gefühl… das ich nicht mit Worten beschreiben kann… Ein Gefühl, angekommen zu sein… in der Göttlichkeit, bei mir, im allEins… Yin und Yan im Eins. Und welche Rolle spiele ich, UM das zu erreichen?

Loslassen – die Rollen loslassen

Vor 10 Tagen hatte ich den Traum. Heute schreibe ich hier. Ich habe mich sehr intensiv in der Zeit damit auseinander gesetzt und gestern darüber meditiert. Diese Meditation hat mir fast Angst gemacht… Aber ich werde sie üben und weiter ins Nichts, in die Quelle, ins Göttliche… tauchen. Ich will versuchen, dir zu beschreiben, was ich getan habe. Vielleicht möchtest du es auch versuchen. Doch vorher möchte ich noch sagen, dass es nicht nur die Rollen sind, die mir bewusst geworden sind, sondern auch die Konzepte, die Spielregeln, sprich die anerzogenen Werte, konditionierten Regeln, gesellschaftliche Normen etc., in denen wir diese Rollen spielen. In der Meditation habe ich sämtliche Rollen sowie Konzepte losgelassen.

Die Meditation:

Ich habe mir bewusst gemacht, welche Rolle ich mir von meinem Mann wünsche (von meiner Mutter wünschte etc…).

Dann sagte ich: „Ich erlaube mir, ihn aus der Rolle zu entlassen.“

Fühlen.

Dann sah ich mir mich in meiner Rolle an, die versucht, das Ziel, die Verschmelzung, die Liebe, die Quelle… zu erreichen.

Erkennen.

Ich sagte: „Ich erlaube mir, mich aus dieser Rolle zu entlassen.“

Wir spielten beide keine Rollen mehr.

Ich beobachte nun meine Gefühle und Gedanken, meinen Körper…mit geschlossenen Augen.

Jede Körperwahrnehmung, jeden Gedanken entließ ich aus seiner Rolle.

Raum und Zeit identifizierte ich „nur ein Konzept, ich erlaube mir, es loszulassen“.

Ich weiß nicht, wie lange ich es getan habe. Ich fühlte mich ohnmächtig, bewegungslos, leicht und auch wieder völlig verwurzelt. Ich fühlte mich abgeschält…. Wenn du es auch machst, lass mich gerne wissen, wie Deine Erahrungen sind.

Nun möchte ich dir auch noch verraten, wie das alles passieren konnte, um dir meine

Wegweiser

an die Hand zu geben. Vielleicht führen sie dich auf deinen Weg.

Ich versuche mich kurz zu halten 🙂

Dieses Gefühl, in einer völlig neuen Welt zu stehen, hatte ich im November letzten Jahres schon einmal. Mein Leben lang war ich davon überzeugt, ich bin auf der Welt, um Liebe zu geben. Deshalb war mir klar, dass ich meine absolute Berufung lebte, als ich als Glücks- und Liebesoach agierte. Im November hatte ich in einem Art Reinkarnatiionsprozess erkannt, was dieses „Liebe geben“ für mich erfüllen sollte. In dem Moment war es erfüllt, meine Berufung war also erfüllt. Ich „brauchte“ nun die Rolle der Liebe-Gebenden nicht mehr 😉

Ein nächster Zeitabschnitt begann. Ich nahm mir vor, das Jahr 2015 konzentriert dafür zu nutzen, weiter mich zu finden. Mich und nicht meine Rolle. Ich lernte Sarah Hadinoto kennen und mit ihr „Den Emotionscode“. Sie wiederum lenkte meine Aufmerksamkeit auf einen Blogartikel von Ute Strohbusch. All ihre Artikel haben für mich „den Nagel auf dem Kopf“ getroffen. Ich kaufte mir das Buch „Königin im eigenen Reich“ von Susanne Hühn. Während ich das Buch durcharbeitete – es ist kein Lesebuch! – hatte ich meinen Traum.

So, puh das war wieder sehr lang. Ich bin selbst sehr gespannt, was das Leben noch so bereit hält.

Alles Liebe dir –

wünscht Arite

Aktives Lieben

Liebesbewusstsein

Liebe Leser,

heute endlich schreibe ich meinen 2. Artikel. Es passiert halt nicht alle Tage, dass man – bzw. ich (denn ich schreibe hier nur über meine persönlichen Erfahrungen) so etwas wie eine nächste „Erleuchtung“ oder „Offenbarung“ – wie ich es in dem Moment für mich empfinde – erfährt.

Wo soll ich beginnen? Als Glücks- und Liebescoach habe ich mich vorerst aus meinen Aktivitäten zurückgezogen, weil ich der Meinung bin, dass man – pardon ich – erst dann ein „wahrer Coach / Meister / Lehrer / Begleiter…“ sein kann, wenn ich selbt vollkommen in Liebe bin. Ich weiß, das ist ein enorm hoher Anspruch.

Vor zwei Tagen bin ich dieser All-Eins-Liebe begegnet. Es fühlte sich unsagbar befreiend an.

Davor trug ich jahrelang eine Sehnsucht in meinem Herzen, mit meinen lieben Mann vollkommen zu verschmelzen. Ich hatte den Wunsch, dass unsere Seelen sich miteinander vereinigen. Eigentlich – so nannte ich es – leben wir zwei in verschiedenen Welten. Wir lieben uns zwar wie Seelenverwandte, aber ich fühlte mich getrennt.

Dieses Gefühl der Trennung ließ meine Seele immer mehr absterben. Auch das ist nur eine verbale Definition, irgendwie mein Gefühl auszudrücken. Da mir dieses Gefühl in vorherigen Beziehungen nicht bekannt war, glaubte ich fest daran, dass die Ursache dafür bei meinem Mann läge. Gleichzeitig wusste ich, dass ich ihn nicht ändern kann. Theoretisch.

Die letzen Jahre habe ich sehr aktiv mit mir „gearbeitet“. (Auch diese Schritte werde ich hier noch veröffentlichen.) Ich glaube, jeder einzelne Schritt, jeder Prozess, jede Verzweiflung, jede Hoffnung war notwendig für mein jetziges Sein. Doch die ewige Grundbasis von allem, die dies alles überhaupt erst möglich macht, ist die Liebe.

Doch mit dieser Liebe war ich trotzdem nicht vollkommen glücklich. Denn mit dieser Liebe fühlte ich die Trennung (in zwei verschiedenen Welten). Wie überwinde ich also diese Trennung hin zur Verschmelzung, wenn die Mauer, die uns trennt, doch vom anderen bzw. um das Herz oder um die Seele des anderen gebaut ist und ich keinen Einfluss auf diese Mauer habe?

Kannst Du nachempfinden, was ich meine?

Ja ich weiß, es gibt so viele Menschen da draußen, die genau wissen, wovon ich hier spreche. Und für Euch, Ihr Lieben, schreibe ich dies hier.

Welche „Erleuchtung“ ist mir also gekommen? Die Emotion der Trennung, das Gefühl, innerlich zu sterben, hat mein Mann nur ausgelöst aber nicht ver-ursacht. Ich kannte das Gefühl also schon, war mir dessen nur nicht bewusst. (Wie oben geschrieben, ich hatte so etwas vorher noch nicht erlebt.) Doch, hatte ich! Und zwar in meinen ersten ein oder zwei Lebensjahren. Ich war getrennt von meiner Mutter. Ich bin mit dieser Emotion (E-Motion = Energie in Bewegung) schon auf die Welt gekommen. Es ist bekannt, dass Babys von der Fürsorge, der Liebe, der Annahme der Mutter – oder einer anderen Bezugs-(Beziehungs-)person  – abhängig sind. Ja eine Beziehung zwischen (einer) Mutter und Kind sind überlebensnotwendig. Meine Mutter hat mich (vielleicht musste sie es) im ersten Lebensjahr in eine sogenannte Wochenkrippe gegeben (ich weiß nicht, wie lange; ich glaube meine ersten Erinnerung beginnen mit dem 3. oder 4. Lebensjahr). Eine Beziehung, geschweige denn ein Urvertrauen konnte ich unter diesen Umständen nie entwickeln. Hinzu kam, dass meine Mutter mich nie lieben konnte – oder wollte. Wie auch immer….

Was hat das nun alles mit meiner Beziehung zu meinem Mann zu tun?

Das „Schicksal“ setzt uns uns die Aufgaben vor, die wir noch nicht gelöst haben. Und wir bekommen diese Aufgaben zu einem Zeitpunkt, an dem wir zur Lösung fähig sind. Offensichtlich hat es 49 Jahre gedauert, ehe ich diese Aufgabe meistern konnte.

Du kannst dir vielleicht vorstellen, dass ich immer – mehr oder weniger – unter dieser Nicht-Liebe, unter dieser Trennung gelitten habe. Es ist kein wirklicher Trost, zu wissen, dass es anderen Menschen genauso geht. Es war nicht nicht möglich bzw. einfach unvorstellbar, dass    i c h   meine Mutter hätte wirklich lieben können.  Für mich war es schon die erste Erlösung, sie, ihr Verhalten, Ihre eigene Geschichte, Ihre Emotionen… zu erkennen, ihr voll und ganz zu vergeben und anzunehmen, dass es so ist wie es ist. Ich werde nie ihre Liebe bekommen, bin aber auch nicht verpflichtet, sie zu lieben. Ic hatte mit dem Thema so weit abgeschlossen. Damit konnte ich – dachte ich – leben.

Dass das nicht ganz richtig war, stellte ich an meinem Schmerz in der Beziehung zu meinem Mann fest. Denn die Lösung, die in der Beziehung zu meiner Mutter bis vorgestern das höchste Maß aller Dinge war, wäre nicht die Lösung für unsere Ehe. Die Disztanz mit meiner Mutter habe ich angenommen, es sein gelasen, wie es ist. Ich wäre wohl nie auf die Idee gekommen, diese Disztanz – die Mauer – selbst aufzulösen.

Das genau war aber meine „Erleuchtung“ . Wie Du vielleicht in meinem Eröffnungsartikel gelesen hast, sind für mich die Momente, die ich als „Erleuchtung“ bezeichne jene, in denen solche Ein-fälle / Inspirationen / starke Gefühle plötzlich da sind.

Plötzlich wusste ich, dass ich selbst diese Emotion des Getrenntseins in mir (fest-)halte. Naklar, wie hätte ich sie sonst so lange fühlen können!? Ich hatte ewig darauf gehofft, dass meine Mutter mich liebt – bis ich diese Hoffnung begraben hatte. Das Lieben sollte also von ihr zu mir kommen. Die Mauer, die ich um meinen Mann herum fühlte, sollte von ihm gelöst werden. Ich fühlte mich völlig machtlos. Doch diese Disztanz oder Mauer kann genauso gut von mir gelöst werden. Ich bin nicht mehr das Kind, dass von der Liebe abhängig ist und machtlos ist. Ich habe jetzt selbst die Macht, Liebe zu schenken. Und zwar – das ist das Wichtigste – indem ich meine Mutter, meinen Mann – und so kann man – ich – es fortführen mit jedem anderen Menschen – indem ich das, was ich am anderen ablehne, annehme. Indem ich die Person mit samt seiner Mauer, mit samt seines oder ihres Verhaltens in mein Herz aufnehme. Das Verhalten, das mir vorher so viel Schmerzen bereitet hatte, anzunehmen – ist für mich die Erlösung.

Wie geht das?

Das passierte alles in Sekunden- vielleich Minutenschnelle, was ich hier versuche seit einer Stunde in Worte zu fassen.

Ich habe das Verhalten, das ich bei der anderen Person (zuerst bei meiner Mutter, dann bei meinem Mann) abgelehnt habe, angesehen. Ich habe es als Wesen, als Energiewesen angeschaut, die Emotion, die aus diesem Verhalten resultiert, erkannt, be-achtet. Es war so glasklar, dass jene Emotionen, jenes Verhalen nach Liebe und Anerkennung schreien, dass ich gar nicht anders konnte, als diese Wesen – samt der Person – in mein Herz zu nehmen. Ich habe sie so sehr gefühlt, dass ich das erste Mal in meinem Leben fühlte, ich liebe meine Mutter! Ich konnte fühlen, wie ich miene Mutter liebe!

Dann ging alles ganz schnell. Ich habe meinen Mann mit allen seinen Wesensanteilen, von denen ich glaubte, sie würden in einer anderen Welt leben, in mein Herz aufgenommen. Ich hatte mich wohl noch nie so befreit gefühlt.

Allerdings stellte ich fest, dass es Zeit und Übung braucht. Diese zwei Personen waren genug. Ich wollte das Ganze auch mit meiner Person wiederholen – das schaffte ich noch nicht. Nun, es war Mitternacht….

So wie jetzt fast 🙂 Aber es wurde Zeit, dass ich dieses Erlebnis mit Euch teile und nicht noch länger warte.

Wenn es dich irgendwie berührt hat, du etwas für dich, für dein Leben, für deine Beziehung – zu wem auch immer – hieraus ziehen kannst. lass es mich bitte wissen. Das motiviert mich, mich weiterhin mitzuteilen. Ich habe lange überlegt, ob ich diese Seite überhaupt mit meinen persönlichsten Erkenntnissen, Prozessen führen soll. Muss nicht sowieso jeder seinen eigenen Weg gehen? Schlussendlich wurde ich von Anja motiviert. Daran habe ich (mal wieder) erkannt, wie wir doch alle eins sind 🙂

In diesem Sinne – Alles Liebe