Die Befreiung der Seele und Entdeckung meiner Bestimmung

Die Befreiung der Seele

Die Befreiung der Seele

Dies ist der Abschluss meines 1. Bandes. Ich feiere sozusagen Erntedankfest.

Seit gut neun Monaten suchte ich nach meiner Bestimmung bzw. versuchte, mich der Bestimmung hinzugeben, um sie zu empfangen. Gleichzeitig kämpfte ich regelrecht seit Jahren in meiner Seelenpartnerschaft um Verschmelzung.

Der Kampf ist beendet, die Bestimmung wurde empfangen. Beide Ereignisse sind zwei verschiedene Schuhe. Doch beides ereignete sich am gestrigen Tag, den 12. September 2015 (für Numerologie-Interessierte :-).

Da dieser Artikel also gleich zwei Themen miteinander verbindet, wird er doppelt so lang:

Ich beginne mit dem Morgen des 11. Septembers. Früh um fünf scheuchte mich folgender Gedanke aus dem Bett:

Welche Arbeit entspricht deinem WESEN?“

Wenn ich mir das Leben, die Handlungen, ja die Arbeiten der Tiere, Vögel, Insekten anschaue, folgen diese ihrer natürlichen Bestimmung. Genau so haben wir Menschen unsere natürliche Bestimmung. Ich habe in einem schamanischen Buch gelesen, dass selbst unser Körperbau unsere Bestimmung verrät. Und es muss stimmen. Denn schau ich mir die Anatomie der jeweiligen Lebewesen an, dessen Arbeit in der Natur ich beobachte, sehe ich, dass diese total aufeinander abgestimmt sind.

Mein Wesen ist Liebe ARITE

Meine Arbeit, meine Gaben sollen der Freude, ja der Glückseligkeit dienen. Ich kenne zurzeit nur ein Unternehmen, dessen Gründerin dasselbe Ziel verfolgt. Es befindet sich in München. Noch am 11. September bewarb ich mich nach München – 770 km von zu Hause entfernt. Diese Entscheidung war vielleicht der Auslöser für das, was dann folgte.

Ich staunte fast über mich selbst, über meinen Mut. Obwohl es in meinem Bauch grummelte, fühlte ich, es ist richtig. Ich war sehr dankbar, stolz und froh, dass ich es wagte,

meiner inneren Stimme wirklich zu folgen.

Ich lerne immer mehr, sie wahrzunehmen und ihr zu vertrauen. Ich empfinde es als pures Geschenk.

Gestern präsentierte mir facebook den Blogartikel von Ute Strohbusch „Seelenpartner – Was bedeutet für die Frau wirklich „loszulassen“. Peng, da war es wieder! Meine Beziehung ist also nicht so, wie ich sie sehe oder wie ich über sie denke. Nein, sie ist so, WEIL ICH über sie bzw. meinen Partner SO denke. Ich soll einfach alles vergessen, was ich denke und neu denken. Ute schreibt:

Wenn die Frau loslässt in dem Glauben, dass der Seelenpartner zu schwach ist, zu langsam, es nicht schafft, sie nicht einholt, hinter ihr zurück ist in seiner Entwicklung, dann lässt sie nicht los, sondern sie WENDET SICH NUR AB. Sie bleibt im Vatermuster: Männer sind schwach, unzuverlässig, können nicht lieben usw stecken! Sie geht zwar ihren Weg weiter, ist vielleicht nun auf eigenen Füßen, beruflich, finanziell, emotional usw… Aber sie fühlt sich immer noch als die Unerreichbare!… und bleibt somit unerreicht (von Männern).
Loslassen bedeutet also in diesem Zusammenhang nicht, endlich (was an sich schon lange genug dauert!) die Aufmerksamkeit von dem Mann zu lösen und sich sich selbst zuzuwenden… sondern: Sich von den VORSTELLUNGEN über ihn, über seinen Charakter, über das scheinbar Sichtbare zu lösen!!! Du musst DEIN BILD von ihm in dir erlösen! Du musst das, was du angeblich über ihn weißt, vergessen! Es geht nicht darum, sich abzuwenden, „weil er es sowieso nicht schafft“. Sondern um deine Sichtweise!

Wie soll das gehen? Mein Verstand darauf: Aha, der Baum ist also gar nicht grün. Das denk ich nur. Ich denk ihn mir jetzt in blau… oder wie? Ihre Worte beschäftigten mich.

Die (Er-) Lösung erfolgte ganz unerwartet am selben Abend. Was ist passiert?

Gleich 2 ent-scheidende Ereignisse!

  1. Das erste gab mir am Nachmittag einen weiteren Hinweis auf die Frage „Welche Arbeit entspricht meinem Wesen“
  2. Der zweite Vorfall am Abend beantwortet die Frage, „Wie soll das gehen?“

Zum 1.

Mein lieber Mann, mein Seelenpartner, hat ein weises, großes und hilfsbereites Herz. Er ist der beste Freund, den man sich wünschen kann. Er mischt sich nie ein. Wenn man ihn bittet, dann tut er was er kann. Er investiert Zeit und Energie, um Strategien, Antworten, Lösungswege zu finden. Leider nur für andere anstatt auch für sich selbst. Deshalb sagte ich zu ihm, ich würde mir sehr wünschen, dass er die Zeit und Energie, die er für andere investiert, mal für sich selbst nutzt. Er wusste genau, was ich meinte, denn wir hatten am Vorabend darüber gesprochen.

Ich bekam keine Antwort. Er hatte gerade die Zutaten für das Mittagessen zubereitet. Sein Schweigen ist mir vertraut. Ich musste mich im Laufe der Jahre daran gewöhnen, lange, ja sehr lange auf eine Antwort, irgendeine Reaktion, ein Zeichen zu warten. Meine Worte klangen nicht nach einem Vorwurf, denn das waren sie nicht. Sie drückten meinen seit Jahren sehnlichsten Wunsch aus. Und dann immer noch Schweigen. Es blieb beim Schweigen. In mir fing es an zu brodeln, ja zu kochen. Es hatte jetzt keinen Zweck, noch irgend etwas zu sagen oder noch länger zu warten. Ich packte mein Buch und eine Wasserflasche in meine Tasche und wusste, ich muss jetzt weg! Irgendwohin. Mein erster Gedanke: „An den Uni-See nach Bremen!“ Kaum saß ich im Auto, fielen mir andere Ziele ein. Gott sei Dank ermahnte ich mich,

meinem ersten Gedanken zu folgen.

Dort am See begegnete ich eine sehr schöne, ältere Frau, die viel jünger aussah, als sie sein musste. Ich saß am See und las in meinem Buch und sie kam, um im See zu baden. Neben mir auf der Bank war Platz und sie fragte „Ach kann ich zu Ihnen kommen?“ Natürlich, gern. Nachdem sie wieder aus dem Wasser kam und sich angekleidet hatte, kamen wir ins Gespräch.

Sie erzählte mir, dass sie gerade Flüchtlingskindern deutsch beibringe. Sie war ihr Leben lang von Herzen Lehrerin. Ihre Arbeit bereitete ihr immer Freude. Sie hatte ein offenes Herz und Ohren für die Kinder. Sie achtete darauf, sich nicht zu verausgaben und arbeitete deshalb halbtags. Doch jedem Tag bot sie für die Kinder und deren Eltern nach der Schule Sprechzeiten an. So war sie oft genauso lang beschäftigt, wie ihre Kollegen. Immer wieder wollten Freunde und Kollegen ihr raten, doch Vollzeit zu arbeiten, um mehr Geld zu verdienen. Doch diese Frau arbeitete aus und mit dem Herzen. Wir haben uns so gut verstanden. Sie erzählte weiter, all diese Freunde und Kollegen sind heute tot. Und sie saß neben mir und strahlte wie das blühende Leben.

Dann fragte sie mich, ob ich studieren würde 🙂 Ich erzählte ihr von meiner derzeitigen Situation und meiner Suche nach Sinn und Bestimmung. Die Frau war einfach göttlich. Ich hatte das Gefühl, wir verstehen uns absolut. Als sie mich plötzlich fragte „Was würden sie gerne tun?“, dachte ich nicht an meine gestrige Bewerbung nach München. Ich spürte meine Hände und den tiefen Wunsch, Menschen zu berühren. (Selbst jetzt, wo ich dies schreibe, könnte ich weinen.) Ich sagte:

„Ich möchte Menschen berühren.“

Wir saßen dicht beieinander. Ich sah sie an, nahm ihre Hände in meine und sagte zu ihr: „Ich stelle mir vor, wenn Menschen z.B. krank sind, dass ich einfach ihre Hände halte oder sie berühre, ihnen Trost, Liebe und Aufmerksamkeit schenke.“ Ich kann nicht beschreiben, was passierte, als ich ihre Hände hielt. Ich sagte weiter: „Wissen Sie, der liebe Gott hat mir nicht umsonst solche feinen Hände gegeben. Sie sind da, um Liebe zu schenken.“

Sie: „Ja, das stimmt. Das war so richtig warm und zart. Und sie haben so schöne Hände!“

Sie beschrieb mir, wovon ihre Schwester schwärmte; nämlich von einer Massage, bei der sie sich nicht entkleiden musste und ganz angenehm mit leichten Druck am Körper berührt wurde. Diese Berührungen seien so wohltuend und entspannend, lösend…Während sie mir dies voller Begeisterung erzählte, betastete sie meinen Arm. Ich fühlte genau das. Mir kamen die Tränen und wir umarmten uns.

Ja, das ist es, was ich suchte und worauf ich so lange gewartet habe.

Sie wusste leider nicht, wie diese Massage / Berührung hieß. Doch das, so versicherte sie mir, finde ich im Internet. Nachdem wir uns mit einer weiteren Umarmung verabschiedet hatten, packte ich mein Buch ein, ging zum Auto und fuhr nach Hause.

Schlagartig schien es kühl und bewölkt zu werden. Ich weinte vor Dankbarkeit und Freude über das eben Erlebte. Unglaublich! Was ist passiert? Mein lang gehegter Wunsch war ja nicht neu und auch kein Geheimnis. Ich kann es nicht wirklich beschreiben. Auf jeden Fall habe ich jetzt den Glauben und auch die Gewissheit, meinen Traum endlich in die Tat umzusetzen. Sämtliche Zweifel sind verschwunden. Diese Frau war einfach ein gesandter Engel für mich. Danke!

—————————————————

zum 2.

Am Abend – mein Mann und ich redeten wieder ganz normal miteinander über unsere Erlebnisse der letzten Stunden, – fragte ich ihn nochmal nach seinen Gedanken hinsichtlich meines Wunsches für ihn, den ich zum Mittag äußerte. Wieder wurde es still. Ich betete: „Liebe Engel, helft ihn. Liebe Engel, helft ihn.“ Seine Antwort kam dann überlegt und langsam: „Ich glaube“, sagte er, das wäre nur eine große Quälerei für mich und würde am Ende nichts ändern.“

Mit diesem festen Glaubenssatz kann sich wirklich nichts ändern, dachte ich. Das musste ich erst mal verdauen. Schließlich entgegnete ich: „So geht s mir auch. Es ist eine große Quälerei und es ändert sich nichts!“ Ich dachte wieder über Ute Strohbusch´s Artikel nach. Ich fühlte mich leer, ratlos, ohnmächtig. Ungefähr eine halbe Stunde später – nach dem Duschen –

war ich aus der Seelenpartnerschaft mit meinem Mann gelöst, erlöst.

Bisher fühlte ich eine ewige magnetische Anziehungskraft zwischen uns. Ich fühlte mich manchmal wie eine Marionette meiner Seele. Unsere Beziehung war von einer Seelenliebe getragen, die jegliche Schwierigkeiten durchstand. Es gab einfach kein Entkommen, kein Weglaufen. „Meine Seele“, so sagte ich noch vorgestern zu meinem Mann, „fühlt sich hier bei dir einfach zu Hause.“ Wie lauteten Utes Worte doch gleich?

Sich von den VORSTELLUNGEN … zu lösen!!! Du musst DEIN BILD von ihm in dir erlösen! Du musst das, was du angeblich über ihn weißt, vergessen! Es geht … um deine Sichtweise!

Dann erinnerte ich mich wieder an meine neu gewonnenen Sichtweisen: Meine Seele ist Glückseligkeit. Sie ist an nichts und niemanden gebunden, nicht einmal an mir. Glückseligkeit ist raum- und zeitlos. Mein Ich, mein Geist, mein Körper ist nicht Marionette der Seele. Für mein körperliches und geistiges Wohlbefinden bin ich ganz allein verantwortlich. Nicht meine Seele! Das hatte ich doch schon nach meiner Seelengeburt im August erkannt, erinnere dich.

Es ist so eine Befreiung, das alles zu verstehen, was offensichtlich für mich nicht von heute auf morgen funktioniert. Das, was ich in den letzten Wochen und Monaten erkannt und erlebt habe, kommt jetzt zusammen. Es bestätigt sich. All diese vielen neuen Erkenntnisse brauchen ihre Zeit, um sich in meinem Kopf zu verankern und zu wachsen.

Noch mal: Ich bin nicht für die Seele da. Nicht für meine und für keine andere. Genau genommen, haben wir gar keine Seele, sondern die Seele hat uns. ICH bin Körper und Geist – das Sterbliche hier auf Erden. Die Seele ist unsterblich und an nichts fest gebunden. An keinen Körper und nicht an die Erde. Ich brauche mir um die Seelen keine Gedanken zu machen, sondern nur um das Menschliche in mir.

Solange ich mir VORSTELLTE, ich wäre mit der Seele untrennbar verbunden – und mein Mann mit seiner und diese beiden Seelen wiederum miteinander – war ich unfrei. Ich habe verstanden,

Ee gibt keine Verbindung mit einer Seele, weil es auch keine Trennung von ihr gibt.

Ich ahne etwas von einer Schöpferkraft in mir – das erste Mal überhaupt. Tiefer Atemzug, ein Schauer…

Es gibt den Begriff „Zwillingsseele“. Genauso fühlte es sich an. Als ob da zwei Seelen im Mutterleib sind. Die eine will an´s Licht und die andere nicht. Die erste muss sich entscheiden, ob sie mit der zweiten sterben möchte oder allein geboren wird.

Der Geburtsvorgang ist nun vollkommen abgeschlossen.

In Liebe, Freude und Lebenslust grüßt euch

Arite

Aktives Lieben

Liebesbewusstsein

Liebe Leser,

heute endlich schreibe ich meinen 2. Artikel. Es passiert halt nicht alle Tage, dass man – bzw. ich (denn ich schreibe hier nur über meine persönlichen Erfahrungen) so etwas wie eine nächste „Erleuchtung“ oder „Offenbarung“ – wie ich es in dem Moment für mich empfinde – erfährt.

Wo soll ich beginnen? Als Glücks- und Liebescoach habe ich mich vorerst aus meinen Aktivitäten zurückgezogen, weil ich der Meinung bin, dass man – pardon ich – erst dann ein „wahrer Coach / Meister / Lehrer / Begleiter…“ sein kann, wenn ich selbt vollkommen in Liebe bin. Ich weiß, das ist ein enorm hoher Anspruch.

Vor zwei Tagen bin ich dieser All-Eins-Liebe begegnet. Es fühlte sich unsagbar befreiend an.

Davor trug ich jahrelang eine Sehnsucht in meinem Herzen, mit meinen lieben Mann vollkommen zu verschmelzen. Ich hatte den Wunsch, dass unsere Seelen sich miteinander vereinigen. Eigentlich – so nannte ich es – leben wir zwei in verschiedenen Welten. Wir lieben uns zwar wie Seelenverwandte, aber ich fühlte mich getrennt.

Dieses Gefühl der Trennung ließ meine Seele immer mehr absterben. Auch das ist nur eine verbale Definition, irgendwie mein Gefühl auszudrücken. Da mir dieses Gefühl in vorherigen Beziehungen nicht bekannt war, glaubte ich fest daran, dass die Ursache dafür bei meinem Mann läge. Gleichzeitig wusste ich, dass ich ihn nicht ändern kann. Theoretisch.

Die letzen Jahre habe ich sehr aktiv mit mir „gearbeitet“. (Auch diese Schritte werde ich hier noch veröffentlichen.) Ich glaube, jeder einzelne Schritt, jeder Prozess, jede Verzweiflung, jede Hoffnung war notwendig für mein jetziges Sein. Doch die ewige Grundbasis von allem, die dies alles überhaupt erst möglich macht, ist die Liebe.

Doch mit dieser Liebe war ich trotzdem nicht vollkommen glücklich. Denn mit dieser Liebe fühlte ich die Trennung (in zwei verschiedenen Welten). Wie überwinde ich also diese Trennung hin zur Verschmelzung, wenn die Mauer, die uns trennt, doch vom anderen bzw. um das Herz oder um die Seele des anderen gebaut ist und ich keinen Einfluss auf diese Mauer habe?

Kannst Du nachempfinden, was ich meine?

Ja ich weiß, es gibt so viele Menschen da draußen, die genau wissen, wovon ich hier spreche. Und für Euch, Ihr Lieben, schreibe ich dies hier.

Welche „Erleuchtung“ ist mir also gekommen? Die Emotion der Trennung, das Gefühl, innerlich zu sterben, hat mein Mann nur ausgelöst aber nicht ver-ursacht. Ich kannte das Gefühl also schon, war mir dessen nur nicht bewusst. (Wie oben geschrieben, ich hatte so etwas vorher noch nicht erlebt.) Doch, hatte ich! Und zwar in meinen ersten ein oder zwei Lebensjahren. Ich war getrennt von meiner Mutter. Ich bin mit dieser Emotion (E-Motion = Energie in Bewegung) schon auf die Welt gekommen. Es ist bekannt, dass Babys von der Fürsorge, der Liebe, der Annahme der Mutter – oder einer anderen Bezugs-(Beziehungs-)person  – abhängig sind. Ja eine Beziehung zwischen (einer) Mutter und Kind sind überlebensnotwendig. Meine Mutter hat mich (vielleicht musste sie es) im ersten Lebensjahr in eine sogenannte Wochenkrippe gegeben (ich weiß nicht, wie lange; ich glaube meine ersten Erinnerung beginnen mit dem 3. oder 4. Lebensjahr). Eine Beziehung, geschweige denn ein Urvertrauen konnte ich unter diesen Umständen nie entwickeln. Hinzu kam, dass meine Mutter mich nie lieben konnte – oder wollte. Wie auch immer….

Was hat das nun alles mit meiner Beziehung zu meinem Mann zu tun?

Das „Schicksal“ setzt uns uns die Aufgaben vor, die wir noch nicht gelöst haben. Und wir bekommen diese Aufgaben zu einem Zeitpunkt, an dem wir zur Lösung fähig sind. Offensichtlich hat es 49 Jahre gedauert, ehe ich diese Aufgabe meistern konnte.

Du kannst dir vielleicht vorstellen, dass ich immer – mehr oder weniger – unter dieser Nicht-Liebe, unter dieser Trennung gelitten habe. Es ist kein wirklicher Trost, zu wissen, dass es anderen Menschen genauso geht. Es war nicht nicht möglich bzw. einfach unvorstellbar, dass    i c h   meine Mutter hätte wirklich lieben können.  Für mich war es schon die erste Erlösung, sie, ihr Verhalten, Ihre eigene Geschichte, Ihre Emotionen… zu erkennen, ihr voll und ganz zu vergeben und anzunehmen, dass es so ist wie es ist. Ich werde nie ihre Liebe bekommen, bin aber auch nicht verpflichtet, sie zu lieben. Ic hatte mit dem Thema so weit abgeschlossen. Damit konnte ich – dachte ich – leben.

Dass das nicht ganz richtig war, stellte ich an meinem Schmerz in der Beziehung zu meinem Mann fest. Denn die Lösung, die in der Beziehung zu meiner Mutter bis vorgestern das höchste Maß aller Dinge war, wäre nicht die Lösung für unsere Ehe. Die Disztanz mit meiner Mutter habe ich angenommen, es sein gelasen, wie es ist. Ich wäre wohl nie auf die Idee gekommen, diese Disztanz – die Mauer – selbst aufzulösen.

Das genau war aber meine „Erleuchtung“ . Wie Du vielleicht in meinem Eröffnungsartikel gelesen hast, sind für mich die Momente, die ich als „Erleuchtung“ bezeichne jene, in denen solche Ein-fälle / Inspirationen / starke Gefühle plötzlich da sind.

Plötzlich wusste ich, dass ich selbst diese Emotion des Getrenntseins in mir (fest-)halte. Naklar, wie hätte ich sie sonst so lange fühlen können!? Ich hatte ewig darauf gehofft, dass meine Mutter mich liebt – bis ich diese Hoffnung begraben hatte. Das Lieben sollte also von ihr zu mir kommen. Die Mauer, die ich um meinen Mann herum fühlte, sollte von ihm gelöst werden. Ich fühlte mich völlig machtlos. Doch diese Disztanz oder Mauer kann genauso gut von mir gelöst werden. Ich bin nicht mehr das Kind, dass von der Liebe abhängig ist und machtlos ist. Ich habe jetzt selbst die Macht, Liebe zu schenken. Und zwar – das ist das Wichtigste – indem ich meine Mutter, meinen Mann – und so kann man – ich – es fortführen mit jedem anderen Menschen – indem ich das, was ich am anderen ablehne, annehme. Indem ich die Person mit samt seiner Mauer, mit samt seines oder ihres Verhaltens in mein Herz aufnehme. Das Verhalten, das mir vorher so viel Schmerzen bereitet hatte, anzunehmen – ist für mich die Erlösung.

Wie geht das?

Das passierte alles in Sekunden- vielleich Minutenschnelle, was ich hier versuche seit einer Stunde in Worte zu fassen.

Ich habe das Verhalten, das ich bei der anderen Person (zuerst bei meiner Mutter, dann bei meinem Mann) abgelehnt habe, angesehen. Ich habe es als Wesen, als Energiewesen angeschaut, die Emotion, die aus diesem Verhalten resultiert, erkannt, be-achtet. Es war so glasklar, dass jene Emotionen, jenes Verhalen nach Liebe und Anerkennung schreien, dass ich gar nicht anders konnte, als diese Wesen – samt der Person – in mein Herz zu nehmen. Ich habe sie so sehr gefühlt, dass ich das erste Mal in meinem Leben fühlte, ich liebe meine Mutter! Ich konnte fühlen, wie ich miene Mutter liebe!

Dann ging alles ganz schnell. Ich habe meinen Mann mit allen seinen Wesensanteilen, von denen ich glaubte, sie würden in einer anderen Welt leben, in mein Herz aufgenommen. Ich hatte mich wohl noch nie so befreit gefühlt.

Allerdings stellte ich fest, dass es Zeit und Übung braucht. Diese zwei Personen waren genug. Ich wollte das Ganze auch mit meiner Person wiederholen – das schaffte ich noch nicht. Nun, es war Mitternacht….

So wie jetzt fast 🙂 Aber es wurde Zeit, dass ich dieses Erlebnis mit Euch teile und nicht noch länger warte.

Wenn es dich irgendwie berührt hat, du etwas für dich, für dein Leben, für deine Beziehung – zu wem auch immer – hieraus ziehen kannst. lass es mich bitte wissen. Das motiviert mich, mich weiterhin mitzuteilen. Ich habe lange überlegt, ob ich diese Seite überhaupt mit meinen persönlichsten Erkenntnissen, Prozessen führen soll. Muss nicht sowieso jeder seinen eigenen Weg gehen? Schlussendlich wurde ich von Anja motiviert. Daran habe ich (mal wieder) erkannt, wie wir doch alle eins sind 🙂

In diesem Sinne – Alles Liebe